3D-Laserscanning in der Praxis – wie wir Planungsfehler vermeiden konnten

Vor ein paar Monaten standen wir auf einer Baustelle, bei der eigentlich schon alles klar war – dachten wir zumindest. Alte Pläne lagen vor, das Gebäude war überschaubar, die Umbauten schienen machbar. Doch als die ersten Wände geöffnet wurden, kam die Überraschung: Maße passten nicht, Leitungen verliefen anders, Deckenhöhen stimmten nicht überein. Kurz gesagt – das, was auf Papier stand, hatte mit der Realität nur bedingt zu tun.

In diesem Moment haben wir beschlossen, den nächsten Abschnitt mit 3D-Laserscanning zu starten. Ich war ehrlich gesagt skeptisch – ich komme noch aus der „Meterstab-Generation“. Aber das Ergebnis hat mich überrascht: Der Scanner hat innerhalb weniger Minuten jeden Winkel des Gebäudes erfasst. Sogar kleine Unebenheiten an den Wänden und leichte Verformungen im Dachstuhl waren sichtbar. Aus diesen Daten wurde später ein exaktes Modell erstellt, mit dem wir direkt weiterplanen konnten – ohne erneut vor Ort messen zu müssen.

Besonders hilfreich war das bei der Abstimmung mit den anderen Gewerken. Jeder hatte Zugriff auf dieselben Pläne und konnte sich virtuell im Gebäude bewegen. Dadurch fielen Ungenauigkeiten schon in der Planung auf – und nicht erst beim Einbau. Allein dadurch haben wir mehrere teure Nacharbeiten vermeiden können.

Mich interessiert: Wer von euch arbeitet ebenfalls mit 3D-Laserscanning oder hat damit schon Erfahrungen gemacht? Wo seht ihr aktuell noch die größten Hürden – eher bei den Kosten oder beim Handling der Daten?



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